über mich

Mein Name ist Holger Bernhofen.holger

Ich bin Fotograf im Nebenberuf.

Geboren wurde ich 1961 in Kassel.

Mit der Fotografie hat alles mit einer schwarzen Plastikkamera für Kinder welche ich mit sieben Jahren geschenkt bekam, angefangen. In diese musste ein 120 iger Rollfilm eingelegt werden, was nicht grade einfach war.

Nach einigen, mehr oder weniger erfolgreichen Versuchen konnte ich dann endlich die AGFA Boxkamera meiner Mutter benutzen. Lästig dabei war lediglich die recht unhandliche Form und das, immer noch lästige, einlegen der Filmrollen.
Die Fotos erreichten allerdings schon sehr brauchbare Qualitäten.

Stolz wie Oskar war ich, als ich zu meinem Schullandheim Aufenthalt auf Sylt eine sogenannte „ritsch – ratsch – klick“ Kamera von Agfa geschenkt bekam.

Der Grund war einfach. Ich sollte die „gute“ Boxkamera nicht mit an den Strand nehmen.

Der große Vorteil bei der Agfa 2000 Pocket Kamera war eindeutig das einlegen des Film der in einer schwarzen Plastikkassette war. Außerdem konnte man zwischen zwei Einstellungen (Sonne und Wolken) wählen, bereits Blitzwürfel aufstecken und so die Nacht zum Tag machen.
Fototechnisch war es eher ein Rückschritt. Die Bilder waren wirklich grade so für das Fotoalbum geeignet welches auch dem kleinen Filmformat geschuldet war.

Die nächste Entwicklung kam dann in der Schule bei der Foto AG. Dort konnte ich das erste mal mit einer Spiegelreflexkamera fotografieren.
Faszinierend war die Tatsache, dass man mit den Objektiven fototechnisch spielen konnte. Nie gekannte Detailaufnahmen von Blumen oder Blattmustern entstanden genauso, wie der Blusenknopf der Mitschülerin als Makroaufnahme.
Lästig bei dieser Art der Fotografie war aber immer die Zeit zwischen der Aufnahme und dem ersten Abzug des Fotos.
Mit dem ersten selbstverdienten Geld kaufte ich dann endlich meine erste Spiegelreflex. In einem Fotoladen erstand ich eine gebrauchte Yashica TL Electro X . Diese hatte bereits einen eingebauten Belichtungsmesser und ein M42 Schraubgewinde.
Ein paar Monate später erstand ich dann noch ein Tamron Teleobjektiv.
So ausgerüstet ging ich auf Fotojagd. Mit Spezialfiltern, technischer Vaseline oder Butterbrotpapier erreichte ich tolle Effekte. Das kleine Fotoatelier in meinem Heimatort war meine bevorzugte Anlaufstelle. Hier konnte ich genau sagen, welches Fotopapier mit welcher Körnung verwendet werden sollte.
Bei der Bundeswehr, bei der ich ab 1981 war, wurde es noch einfacher. Hier gab es eine eigene Dunkelkammer in der ich nach Herzenslust entwickeln konnte.
So entstanden im laufe der Zeit hauptsächlich schwarz/weiß Fotos mit unterschiedlichen Motiven. Leider sind fast alle diese Fotos bei einem Wohnungswechsel verloren gegangen.
Faszinierend fand ich von Anfang an den Einstieg in die digitale Welt. Über die Sportfotografie bin ich immer mehr in die Welt der Portraitfotografie gekommen.

Jedes Foto verkörpert die eigene Persönlichkeit und ist auf seine eigene, individuelle Art wunderschön.

Das Model verdient es, darin wahrgenommen zu werden, und dies ganz ohne sich an irgendwelchen Klischees messen zu müssen oder einem fremdbestimmten Ideal zu entsprechen.

Ich denke das ein besonderer Augenblick in einem Foto zum Ausdruck kommen können.

Ich habe mir ein eigenes Studio (4×7 Meter) eingerichtet wo ich, hauptsächlich mit Aufsteckblitzen, ohne Zeitdruck alle Studioaufnahmen machen kann. Grade für Portraitaufnahmen nehme ich mir viel Zeit. Im Gespräch kann man bereits viel über sein Gegenüber erfahren und dies später in das Bild einfliessen lassen.

Ob bei Tages- oder nur sehr wenig Licht, im Kerzenschein oder unter farbiger Beleuchtung, ich spiele gerne mit Tiefenschärfe und Unschärfe, mit Schatten und Licht, ungewöhnlichen Perspektiven – vor allem aber mit der Fantasie, die sich bei solchen Begegnungen entwickelt.

Denn ansprechende Bilder lassen sich nicht daran messen, wie viel Haut gezeigt wird oder wie anzüglich die Pose ist – aufregende Bilder entstehen aus der Spannung zwischen der eigenen Vorstellung und dem Spass am Inszenieren.

Gute Fotos entstehen, wenn sich die voyeuristischen Ideen des Fotografen
mit den exhibitionistischen Neigungen eines Models in Einklang bringen lassen.
(Helmut Newton)