Fotos Outdoor gegen die Sonne

Foto entstanden beim Fotowalk Kassel 2016
Foto entstanden beim Fotowalk Kassel 2016

Wie bekommt man solche Fotos hin?

Das Foto entstand im Auepark in Kassel.

Die Kombination der verschiedenen Materialien sowie das Kostüm des Models fand ich sehr Interessant.

Ich wollte ein Foto, bei dem die Sonne von schräg hinten die Kontur des Models richtig zur Geltung kommen lässt.

Die Schwierigkeit bei diesen Fotos sind die Helligkeitswerte zwischen überstrahltem Himmel und fast schwarzem Vordergrund. Dies kann man an den Bäumen gut erkennen.

Automatische Belichtungen können dies nicht lösen.

Ich gehe jetzt tiefer auf den Aspekt gegen die Sonne blitzen ein.

Bevor ihr gegen die Sonne fotografiert, ist es wichtig, dass die Linse der Kamera besonders sauber ist. Sonst führen die kleinsten Flecken oder Kratzer zu einer Verteilung des Lichts, wodurch das Foto ruiniert sein würde.

Nichts ist schlimmer als ein Staubkorn, welches sich auf dem Foto wie eine große Seifenblase auswirken kann. Bei manchen Fotos sind diese Lens Flare gewollt. Für das obere Foto wäre es nicht akzeptabel.

Außerdem muss ein Aufhelllicht benutzt werden, um bei der Belichtung eines Objektes im Vordergrund nachzuhelfen. Man kann den Blitz auch durch einen Reflektor mit Silberfolie ersetzten. Dieser müsste allerdings schon recht groß sein, um das Model komplett auszuleuchten. Am besten ist es einen Blitz zu benutzen, da auf diese Weise das Model direkt in den Sonnenstrahlen platziert werden kann.

Viel Blitzleistung?

Nun können einige denken, ja klar. Umso ein Foto hinzubekommen brauche ich schon richtig Blitzleistung.

Viele Fotografen arbeiten bei dieser Art von Fotos mit großen portablen Studioblitzen.

Ich habe bislang noch keine Situation gehabt, bei denen ich dies brauchte.

Rechtfertigen tun sich diese, meiner Meinung auch nur, wenn es um Hochglanz Fotos für große Werbeagenturen oder Kataloge geht.

Für den „normalen“ Gebrauch bis hin zu guten Druckerzeugnissen ist der Nutzen in relation zu den hohen Anschaffungspreisen eher gering.

Ich habe für obiges Foto lediglich einen Aufsteckblitz und einem Dish der Firma Roundflash benutzt.

 

Ich versuche euch mal die obige Aufnahmesituation anhand einer Skizze zu zeigen.

Setup_Outdoor1

Wie ihr seht, steht die Sonne links hinter dem Model. Auf dem Foto könnt ihr das auch anhand des Schattens auf dem Boden erkennen.

Wichtig bei diesen Fotos ist, nicht direkt in die Sonne zu sehen.

Durch die verstärkung im Objektiv kann das tatsächlich zu verletzungen der Netzhaut führen.

Tipp:

Wenn ihr Fotos mit hohen Kontrastwechseln macht dann nutzt die Spotmessung eurer Kamera.

Vorteil dieser Belichtungsmessmethode ist, dass sich die Messung präzise auf einen Punkt beschränken lässt.

Nachteil ist die erforderliche Genauigkeit in der Messung, kleine Änderungen an der Bildgestaltung im Sucher führen zu eklatant anderen Messergebnissen.

Kehren wir zum Setaufbau zurück.

Das Kleid und das Gesicht des Models waren gegenüber dem Himmel und dem Umgebungslicht eindeutig zu dunkel.

Also habe ich einen Helfer gebeten, den Blitz von schräg oben, auf das Model auszurichten.

Als Einstellung habe ich ISO 100 und Blende 11 gewählt, da mein Objektiv bei dieser Blende die größte Tiefenschärfe aufweist.

Ich habe mit 14 mm Brennweite fotografiert. Dies entspricht bei der Olympus, bei einem Cropfaktor von 2,0, etwas 28 mm.

Auslösung stand auf 1/100 sec und der Blitz war auf 1/4 Leistung bei 24mm.

Welche Ausrüstung ich genutzt habe erkläre ich euch beim nächsten Blogartikel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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