#Model

Fotowalk Kassel Juni 2016

Der nächste Fotowalk in Kassel steht an diesem Wochenende an.

Es treffen dort Modelle und Fotografen zusammen, die vorher noch nie zusammen gearbeitet haben. Viele verschiedene Charaktere und Temperamente prallen zusammen. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen, was er gerne bei einem solchen Ereignis erleben und mitnehmen will.

Es ähnelt ein wenig dem Verhalten in einer Disco.

Viele unterschiedliche Leute die eigentlich alle ein Ziel haben.

Problem dabei, man steht sich oft selbst im Weg. Die einen trauen sich nicht den anderen anzusprechen und ärgern sich hinterher über die verpassten Gelegenheiten.

Ich habe mal versucht, die Teilnehmer bei einem Fotowalk in Kategorien einzuteilen.

Die Liste ist willkürlich und mit einem leichten schmunzeln zu lesen. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig

  • Die Anfänger (Fotografen und Modelle) Sie trauen sich oft nicht, jemanden anzusprechen und sind hinterher enttäuscht das sie nicht zum Zug gekommen sind.
  • Die Verabreder. Fotografen und Modelle die sich bereits kennen oder schon immer mal zusammen Fotos machen wollten. Diese verabreden sich dann vorher und wollen oft auch nur mit dieser einen Person Fotos machen.
  • Die alles außer Portrait Fotografen. Sie lichten normalerweise andere Motive ab und möchten sich auch mal an einem Modell versuchen. Wissen aber nicht, wie sie das außerhalb eines Fotowalks anfangen sollen
  • Die Sammler. So bezeichne ich Fotografen und Modelle, die von Motiv zu Motiv und von Person zu Person hetzen um so viele Fotos als möglich zu bekommen. Die Ergebnisse die dabei herauskommen sind dann entsprechend.
  • Die Listenshooter. Das sind meistens Fotografen mit einem ausgesprochenen Geltungsbedürfnis. Ohne zu fragen oder auf die Situation zu achten drängen sie sich dazwischen um schnell ihre Idee und das Model abzuhacken und zum nächsten Listenpunkt zu eilen. Meistens vergessen sie auch mal ihren Namen mittzuteilen sind aber pikiert wenn man sie höflich auf ihr verhalten hinweist.
  • Die Heimlichen. Sie stört der Trubel. Aus diesem Grund stehen sie oft abseits, Stellen wie wild an ihren Kameras herum und versuchen mit langen Brennweiten Portrait Fotos zu machen.
  • Die Weitergeber. Das sind Fotografen, die versuchen ihr Wissen an dritte weiterzugeben.
  • Die Profis. Das sind wir eigentlich alle, es hat nur noch nicht jeder bemerkt

Eventuell erkennt sich ja der eine oder andere sogar

Zeit ein wenig auf das Thema Modelführung einzugehen

Für mich hat sich am Anfang meiner fotografischen Laufbahn immer die Frage gestellt wie ich das Model dazu bekomme sich so darzustellen, wie ich mir das vorstelle.

Es gibt zahlreiche Probleme, die bei diesem Thema auf einen zukommen können.

Es beginnt mit der eigenen Kreativität das Model richtig in Szene zu setzten. Nicht jedes Model ist für jede Pose oder Bildidee geeignet bzw. umgekehrt.

Das nächste Problem liegt darin, dem Model verständlich zu machen wie es sich bewegen muss um die Bildwirkung die man sich vorstellt zu erzielen.

Fotografie von Personen hat sehr viel mit ständiger Kommunikation zu tun und macht gerade für mich den Reiz aus.

Mit Personen zu arbeiten, Bildideen selber bestimmen und umsetzten zu können, das zeichnet eigentlich die Besonderheit der People Fotografie aus.

Was ich allerdings oft festgestellt habe ist die Tatsache, dass sich viele Fotografen, die gerne in diesen Bereich einsteigen wollen, extrem schwer tun mit der Modelführung.

Was sollte ich also als Fotograf bei der Modelführung beachten.

Wie in einem anderen Blog Artikel bereits beschrieben ist der Mensch vor der Kamera wichtig

Es gibt einfach kein Patentrezept mit dem man erreicht, das jedwedes Model genau das macht, was man gerne hätte. Jeder Mensch ist völlig anders. Und zwar sowohl die Menschen vor als auch hinter der Kamera. Jeder Mensch vor der Kamera muss individuell behandelt werden, damit er sich wohl fühlt.

Je nach Model reichen einzelne Worte, um zu verdeutlichen, was man sehen will. Oft muss man Posen als Fotograf vormachen. Was man immer versuchen sollte zu vermeiden ist Körperkontakt in jedweder Form.

Man kann immer jemdanden bitten, die Haare aus dem Gesicht zu streichen oder die Falte an der Bluse oder Rock zu richten.

Sollte es sich tatsächlich nicht vermeiden lassen, immer erst fragen bevor man etwas tut.

Bevor man anfängt zu fotografieren sollte man im Kopf eine Liste mit grundlegenden Schritten abhaken.

  • Habt ihr euch bekannt gemacht?
  • Hast du als Fotograf erklärt, was du für eine Bildidee hast und was das Model dabei zu tun hat? Sehr hilfreich ist dabei oft…. ein Beispielfoto aus dem Internet.
  • Ganz wichtig: welche Wünsche hat das Model?

 

Bei Anweisungen vorher absprechen, welche Richtung man meint wenn man „den Kopf nach links neigen“ sagt.

Ich nehme meist meine Handfläche und erkläre kurz die Bewegungen dazu. Ein kurzer Test und schon kann es losgehen.

Viele Fotografen fangen dann an zu fotografieren.

Stopp…… Atmet einmal kurz durch. nehmt die Kamera runter und überblickt die Szene. Nichts ist ärgerlicher als die Kippe, die leere Flasche oder der Mülleimer im Hintergrund.

Wenn ihr dann fotografiert lasst das Model wissen, wann ihr abdrückt. Es kann sich dann besser auf das Posing konzentrieren, entsprechend Körperspannung aufbauen und Augenbewegungen koordinieren.

Es ist einfach doof, wenn das Foto einfach klasse ist aber das Model in genau diesem Moment die Augen geschlossen hat.

Am einfachsten geht es wenn ihr, wie beim Starten eines einhundert Meterlauf, zählt. 3, 2, 1, Foto.

Probiert es aus und ihr werdet viel weniger Fotos haben die ihr aussortieren müsst.

Wichtig. Grade nach den ersten Fotos zusammen mit dem Model die Fotos ansehen. Zeigt dem Model die Fotos und schaut gemeinsam nach Verbesserungen. Nur so lernt auch das Model dazu und kann sich entsprechend positionieren.

Wichtig neben klaren Anweisungen an das Model sind definitiv der Spaß, die Atmosphäre, das Vertrauen sowie Verständnis miteinander.

Ein Fotograf ist zu einem gewissen Teil auch ein Entertainer. Die richtige Mischung aus Spaß und Arbeit zu finden, kann schon schwierig sein, aber letztendlich ist es immer eine Frage des miteinander.

Modelführung ist ein fast endloses Thema zu dem es jede Menge Literatur, Videos und Workshops gibt.

Ich lerne immer wieder neue Charaktere, Herangehensweisen und Reaktionen kennen und finde es dabei spannend zu beobachten, wie viele Modelle häufig auf wieder andere Weisen an Shootings herangehen.

Bis zum Sonntag beim Fotowalk in Kassel.

Sprecht mich einfach an wenn ihr Fragen zum Thema Modelführung habt.

Ich bin übrigens der mit dem gelben Kameragurt 😀

Plus Size Model

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Hitchhiker

Du bist keine Farbkopie
Ein Original und keine Fälschung.
Du passt in kein Schema rein
Und genau das passt ihn nich‘
Sie haben nur ein Ideal
Doch du lässt dich nicht verbiegen
Und wenn ich dir was sagen darf
Dann bleib so. Du bist schön (Text: Luxuslärm)

Am Pfingstsonntag haben wir, im Rahmen des Projekts „du bist schön“, ein Shooting zum Thema Plus Size Modelle und US Cars umgesetzt.

Was bietet sich bei diesem Thema an?

Natürlich die wilden fünfziger jahre. Mit Petticoat und Rock and Roll.

Als Fotografen waren Thomas Martin, Tobias Brämer und ich vor Ort. Als Visagistin konnte ich Monika Becker von  monis-makeup-vanity  gewinnen und so ging es um 13.00 Uhr los.

Die Modelle Tanja, Helge, Yvonne, Evelyn und Rebecca zogen sich um und wurden von Monika geschminkt.

Wir machten uns auf den Weg, Autos aussuchen, Bildideen besprechen und Blitze aufbauen und positionieren.

Ich arbeitete mit einem 80 ziger Oktaschirm und meinen Yungnuo Blitzen wobei einer das innere des Fahrzeugs aufhellen sollte.

Weiter habe ich geschaut, die Modelle in eine Geschichte einzubinden.

Autopanne, warten und trampen passte gut zu dem Thema und so haben wir das dann zusammen umgesetzt.

Zwischenzeitliche Schauer konnten die Stimmung nicht trüben und so wurde es ein sehr netter und lustiger Shootingtag.

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Die Autopanne

 

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Trampen

 

Model beim Fotowalk. Und nun?

Du hast dich dafür entschieden, an einem Fotowalk als Model teilzunehmen.

Es gibt da Modelle, die lassen kaum einen Fotowalk aus. Schließlich ist es eine tolle Möglichkeit, in recht kurzer Zeit mit vielen Fotografinnen und Fotografen zu shooten.

Hierzu nur eine kleine Anmerkung.

Der Fotowalk ist eine freiwillige Sache auf TFP Basis bei dem auf beiden Seiten (Fotograf / Model) vom absoluten Neulingen bis zum Profi alles vertreten ist.

Natürlich ist es toll, mit der/dem einen Fotografin / Fotografen / Model zu shooten, mit dem man das schon immer mal vorhatte.

Auf einem Fotowalk ist das aber eher schwierig, es sei denn, man verabredet sich im Vorfeld bereits. Denkt aber daran, dass so ein Fotowalk nicht immer die idealen Bedingungen für solch ein Vorhaben bietet.

Also nicht enttäuscht sein, wenn die Ergebnisse nicht unbedingt euren Erwartungen entsprechen oder der / diejenige schlicht keine Zeit hat. Einfach einen anderen Termin mit eurem Traum Model oder Fotografen machen denn dazu ist so ein Fotowalk eben da. um Kontakte zu knüpfen und um dem einen oder anderen über die Schulter zu sehen.

Was sollte ich anziehen?

Auffällige Kleidung, spezielle Mottos (z.B. Cosplay, Rokoko etc.) laden natürlich dazu ein, das sich Fotografen um einen Scharren wie die Motten um das Licht.

Wie in der Werbung gilt auch bei einem Fotowalk, „Sex sells“. Je weniger Stoff, je bunter und knalliger das Ganze, umso mehr Fotografen werden sich um euch versammeln. Wenn das eure Absicht ist, könnt ihr gerne so auftreten.

Im Grunde genommen benötigt man gar nicht so viel. Continue reading

Fotowalk, was ist das überhaupt?

Am 17. April ist es wieder so weit.

Jede Menge Leute, Modelle, Fotografen, Menschen die Lust und Laune haben zum Fotografieren, zum Klönen und zum sehen und gesehen werden kommen zum Fotowalk in Kassel zusammen.

Fragt sich eigentlich nur, was ist das eigentlich und was erwartet mich da überhaupt.

Bei einem Fotowalk treffen sich Modelle, Fotografen, Alt und Jung, um neue Kontakte zu knüpfen, neue Gesichter zu fotografieren, sich über Technisches auszutauschen und um einen schönen und lustigen Tag mit alten und neuen Bekanntschaften zu verbringen.

Willkommen sind alle, die Spaß und Freude an der Fotografie haben.

Meistens wird der Fotowalk von Fotografen organisiert, die in der jeweiligen Stadt wohnen und dort die schönsten Ecken kennen.

Wer an einem Fotowalk teilgenommen hat, ist nicht selten vom Virus infiziert.

Es kommt vor, dass Teilnehmer so begeistert von der Idee eines Fotowalks sind, dass sie selber Treffen organisieren.
Ich kann jedem Fotoverrückten nur raten, mal an einem Fotowalk teil zu nehmen.

Die Teilnahme an einem Fotowalk findet auf TFP Basis statt. In der Regel gibt es keine extra Verträge. Wer dennoch auf einem Vertrag besteht, muss ihn eigenständig mitbringen. Bei der Masse an Leuten ist es aber eher lästig, sich jedes Mal eine Unterschrift geben zu lassen.

Was muss ich mitnehmen?

An die Fotograf kann ich eigentlich nur die empfehlung geben, weniger ist mehr.

Beim letzten Fotowalk habe ich gestaunt, welches Equipment so unterwegs war.

Vom Blitz über große Sunbouncer, Fototaschen mit x Objektiven und mehrer Kameras war alles vertreten. Selbst Stative wurden mitgebracht und herumgetragen.

Jeder muss selbst wissen, was er so schleppen möchte. Ich versuche immer die Ausrüstung so klein wie möglich zu halten.

Was packe ich diesmal in meinen Fotorucksack?

Meine E620 mit Batteriegriff. Damit schaffe ich den gesamten Tag ohne Akkuwechsel.

Eine zusätzliche Speicherkarte (wobei ich es noch nie geschafft habe, eine tatsächlich mal voll zu bekommen). Maximal zwei Objektive wobei ich vermutlich das OLYMPUS 14-42mm
und das OLYMPUS 40-150mm nutzen werde.

Da ich dieses mal auch einen kleinen Workshop zum Thema „entfesseln Biltzen“ auf dem Fotowalk anbiete, nehme ich noch zwei Yongnuo YN-560 Blitze mit entsprechenden Funkauslösern und Empfängern mit.

Ausserdem einen faltbareren Beauty Dish und ein Einbeinstativ um den Blitz darauf zu befestigen.

Morgen schreibe ich noch was ein Model mitnehmen sollte um den Fotomarathon zu überstehen 🙂